Schnee, Santa Parade, Food Festival, Eishockey – die letzten Tage in Hamilton

Schnee, Santa Parade, Food Festival, Eishockey – die letzten Tage in Hamilton

Nun ist es soweit und unsere Zeit in Kanada geht zu Ende. In den letzten Wochen haben wir natürlich fleißig weitergearbeitet und sind nun recht zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Wir hatten über unseren Prof hier vor Ort auch die Chance an einem Dinner teilzunehmen, zu dem ca. 30 Ärzte (hauptsächlich) aus der Umgebung eingeladen waren und auf dem kurze Vorträge gehalten wurden, während top Essen aufgetischt wurde. Wir haben uns nett mit den verschiedensten Leuten unterhalten und es war ein schöner Abend. Da das Restaurant nur sehr umständlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar gewesen wäre, hat uns unser Prof netterweise mitgenommen.

Im November stand außerdem noch das Food & Drink Festival in Hamilton an. Im First Ontario Center (in dem sonst Eishockey, Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden) waren verschiedenste Stände aufgebaut, an denen man Bier, Cider, Wein, diverses Essen und und und erhalten konnte. Außerdem war noch eine kleine Bühne aufgebaut, auf der zufälligerweise auch die Band gespielt hat, die wir damals beim „Pedestrian Sunday“ in Toronto schon gesehen hatten. Wir haben also unterschiedliche Weine und Biere verkostet. Unter anderem gab es zum Beispiel ein Pumpkin Ale (Kürbis), ein Himbeerbier (was wirklich gar nicht mehr nach Bier geschmeckt hat) und tatsächlich auch Kölsch 😀 (das hat aber viel süßer geschmeckt und sah auch ganz anders aus als das Getränk, was wir aus Köln kennen). Alles in allem war es ein sehr lustiger Abend.

Dann gab es noch ein tolles Erlebnis, das definitiv zu Kanada gehört: der erste Schnee. Uns wurde schon gesagt, dass der November hier unnormal kalt sei dieses Jahr (zwischendurch waren wir bei -12 Grad) und dass der Schnee normalerweise viel später kommt. Einige Kanadier haben sich sogar bei uns entschuldigt, dass der Schnee schon so früh da war. Wir haben uns aber natürlich gefreut. Das erste Mal wurden wir beim Laufen vom Schnee überrascht. Wir waren mit der Laufgruppe unterwegs, als es plötzlich richtig stark angefangen hat zu schneien. Innerhalb von wenigen Minuten war der Boden (und auch wir) weiß. Der Schneefall war tatsächlich so stark, dass wir nichts mehr sehen konnten und mit halb zugekniffenen Augen vorsichtig gelaufen sind. So schnell wie der Schnee anfing hörte er auch wieder auf (und war am darauffolgenden Tag auch schon weggeschmolzen). Das zweite Mal Schnee kam dann ein paar Tage später. Wir wollten abends ins Kino gehen und es war auf dem Hinweg schon ganz weiß überall. Auf dem Rückweg lag bereits eine kleine Schicht Schnee, sodass man schon einen kleinen Schneemann bauen konnte. Das war wirklich klasse! Eine kurze Anmerkung zum Kino: der Hammer! Es gibt hier ziemlich große Sitze, die man fast waagerecht stellen kann, so wie in der Businessclass im Flugzeug (inklusive Fußstütze und allem). Die sollten in Deutschland auch eingeführt werden 😉

Auch wenn zu diesem Zeitpunkt kein Schnee mehr lag, standen Mitte November die Weihnachtsparaden in Hamilton und Toronto an. Dort laufen teilweise kleine Wagen (wie beim Karneval), sowie verkleidete Leute (in den merkwürdigsten Kostümen) und viele Marching Bands durch die Städte. Es war ganz witzig anzuschauen, aber Karneval in Köln ist da schon ne Ecke beeindruckender. Obwohl noch November ist, tauchen aber bereits in den Einkaufszentren, auf den öffentlichen Plätzen und in so manchen Vorgärten der Weihnachtsschmuck auf.

Um unsere sportliche Palette hier in Kanada zu vervollständigen, haben wir uns neulich auch noch ein Eishockeyspiel der Hamilton Bulldogs angeschaut. Das ist zwar kein Profiteam, sondern „nur“ ein Juniorteam, aber das Spiel war doch ne Ecke interessanter als Baseball und Football. Und es gab sogar einen deutschen Spieler im Team. Es war ziemlich leer in der Halle, was etwas schade war, aber dafür war die Halbzeitunterhaltung, in der ca. 20 7-jährige Kids versucht haben Eishockey zu spielen, sehr unterhaltsam. Wir waren zusammen mit zwei Kanadiern aus der Laufgruppe beim Spiel und haben danach noch zusammen mit den zweien und ihren Partnerinnen bei einem der beiden Zuhause den Abend verbracht. Es gab lecker Essen, guten Wein und nette Gespräche. Außerdem haben wir erfahren, dass eine der Töchter im kanadischen Nationalteam (Fußball) bei Olympia 2012 in London mitgespielt hat. Momentan ist sie gerade in Uruguay und begleitet das U17 Team. An dem besagten Abend hatte das kanadische Team auch gerade ein Spiel gegen das deutsche Team, was die Deutschen aber leider verloren haben. Das war trotzdem ein witziger Zufall.

Diese Woche haben wir uns dann von allen Leuten hier verabschiedet und haben nochmal festgestellt, dass wir doch im Großen und Ganzen eine schöne Zeit hier hatten, in der wir noch das ein oder andere gelernt haben. Morgen werden dann die Koffer gepackt und Sonntag geht’s dann auch schon auf nach Montreal. Nach einem Abstecher nach Kalifornien geht es dann nochmal an die Ostküste, bevor wir auch schon im Flieger nach Deutschland sitzen. In diesem Sinne eine frohe Adventszeit und bis bald 🙂


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